Die richtige Klimmzugstange finden

Klimmzüge sind anspruchsvoll und dennoch – gemeinsam mit dem Liegestütz - eine der effektivsten Übungen im Krafttraining. Allein deshalb lohnt es sich schon, regelmäßig Klimmzüge zu trainieren. Wer schnell Erfolge sehen möchte, aber nicht täglich ins Fitnessstudio gehen kann, der sollte über eine eigene Klimmzugstange für zuhause nachdenken. Aber welche ist die richtige Klimmzugstange? Obwohl es dazu keine pauschale Antwort gibt, werden wir dir im Folgenden die verschiedenen Modelle und Funktionen erklären und dir die Suche nach der passenden Klimmzugstange damit hoffentlich etwas erleichtern.

Klimmzugstange kaufen: Was muss ich beachten?

Es gibt sehr unterschiedliche Arten von Klimmzugstangen. Egal ob Wandmontage, Deckenbefestigung, Stangen für den Türrahmen, Klimmzugstangen mit verschiedenen Griffmöglichkeiten oder Maximalgewichten, Stangen in diversen Größen oder Materialien, die Auswahl ist groß. Daher ist es ratsam, dir vor dem Kauf genauestens zu überlegen, welche Anforderungen du an die Klimmzugstange stellst und ob die gewählte Klimmzugstange diese auch tatsächlich erfüllt. Wer beispielsweise wenig Platz an der Wand hat, der könnte sich für eine Klimmzugstange mit Deckenmontage interessieren. Wer mehr Wert auf ein schickes Design legt, der sollte nach extravaganten Klimmzugstangen suchen, denn auch hier gibt es echte Schmuckstücke, die garantiert in jede Wohnung passen. Ebenso sinnvoll ist es, Klimmzugstangen nach ihren Erweiterungsmöglichkeiten auszuwählen. Besonders praktisch sind zum Beispiel einige wand- oder deckenmontierte Klimmzugstangen, an denen weitere Trainingsgeräte wie Schlingentrainer oder Boxsack befestigt werden können.

Welche Unterschiede gibt es bei Klimmzugstangen?

Kaum eine Klimmzugstange ist wie die Andere und das ist auch gut so, denn gerade die verschiedenartigen Montage- und Griffmöglichkeiten machen das Training an der Klimmzugstange so effektiv. Die gängigsten Klimmzugstangen für zuhause sind die für die Wand, Decke oder Tür. Die Türstange, oder auch Türreck, lässt sich ganz einfach und ohne Bohren anbringen, indem sie in den Türrahmen eingespannt wird. Durch Aufschrauben und Anpressdruck wird die Stange in dem Türrahmen fixiert und ermöglicht so eine Montage ohne Bohren und Schrauben. Allerdings, und das sollte nicht unerwähnt bleiben, ist die Belastbarkeit und Griffvariation bei dieser Variante geringer. Anders bei Klimmzugstangen für die Wand: Wandmontierte Klimmzugstangen sind zwar etwas aufwändiger in der Installation, dafür sind sie aber auch die sicherste und effektivste Art der Klimmzugstange. Warum? Häufig bieten diese Stangen verschiedene Griffvarianten und ermöglichen somit ein deutlich abwechslungsreicheres Training als bei Türreckstangen. Zuletzt bleibt die Deckenmontage zu erwähnen. Hierbei wird die Klimmzugstange – wie der Name schon sagt – an der Decke montiert. In vielerlei Hinsicht ähnelt diese Variante den Stangen zur Wandmontage. Sofern die Deckenstange ordentlich montiert wurde, ist sie ausreichend stabil und belastbar. Eins hat sie allerdings der wandmontierten Klimmzugstange voraus: Sie ist platzsparend und kann quasi mitten mit Raum befestigt werden. Das hat einen großen Vorteil: Das Training kann durch zusätzliche Übungen wie Beinheben für die Bauchmuskulatur ergänzt werden.

Welche Griffmöglichkeiten gibt es bei Klimmzügen?

Ebenso divers wie die Montage ist auch die Grifftechnik beim Klimmziehen. Klassischerweise unterscheidet man zwischen vier Griffvarianten: dem engen und weiten Griff sowie dem Unter- und Obergriff. Je nach Griffart lässt sich das Training variieren und unterschiedliche Muskeln werden beansprucht. Der enge Griff trainiert größtenteils die Brustmuskeln, den Latissimus sowie den Bizeps. Der weite Griff, auch Parallelgriff genannt, legt den Fokus auf die Rückenmuskulatur. Weitere Erklärungen zu den verschiedenen Griffarten beim Klimmzug findest du in unserem Klimmzug-Guide.

Wie muss ich eine Klimmzugstange anbringen?

Die Montage einer Klimmzugstange hängt natürlich zuallererst von der Stange ab. Wie oben beschrieben, unterscheiden sich die Modelle nicht nur in ihren Funktionen, sondern auch in der Anbringung. Für alle Klimmzugstangen gilt jedoch, dass die Befestigung ordentlich und nach Bedienungsanleitung geschehen soll. Neben der eigentlichen Installation sollte also auch auf die Sicherheitshinweise wie Maximalgewicht geachtet werden. Insbesondere, wenn zusätzliches Gewicht durch Gewichtswesten oder -Gürtel zum Einsatz kommt. Unser Tipp: Lade zum ersten Training eine zweite Person ein, die dein Werk währenddessen beobachtet und prüft, ob alles hält.

Welche Übungen sind mit Klimmzügen üblich und welche Variationen gibt es?

Klimmzüge sind typischerweise im Oberkörpertraining angesiedelt. Heißt, der Fokus liegt meist auf den Armen, der Brust sowie dem Rücken. Nichtsdestotrotz lässt sich der klassische Klimmzug, oder im Englischen Pull-Up, durch einen Wechsel der Grifftechnik leicht abwandeln und kann je nach Griff zusätzliche bzw. unterschiedliche Muskeln beanspruchen. Bei einem engen Klimmzug mit Untergriff wird zum Beispiel der Bizeps zusätzlich beansprucht. Umso weiter der Griff ist, desto stärker wird der große Rückenmuskel gefordert. Wenn nun auch die Beine hinzu kommen, beispielsweise durch gerade oder gebeugte Leg Raises, dann werden auch die Bauchmuskeln aktiviert. Aushängen an der Stange ist ebenfalls eine beliebte Übung. Doch im Gegenteil zu den oben beschriebenen Übungen dient sie weniger dem Muskelaufbau, sondern der Mobility und Gesundheitsprävention. Ein tägliches Hängen an der Klimmzugstange löst Verspannungen und Blockaden der Wirbelsäule, stärkt die Griffkraft und öffnet die Schultergelenke.

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